Artemisia Annua

Tu Youyou: Werdegang und Entdeckung des Artemisinin

Die chinesische Forscherin Tu Youyou ist weltweit bekannt für ihre Entdeckung des Wirkstoffs von Artemisia annua, dem Artemisinin, für die sie mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Geschichte
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Wissenschaft

Die chinesische Forscherin Tu Youyou ist weltweit bekannt für ihre Entdeckung des Wirkstoffs von Artemisia annua, dem Artemisinin, für die sie mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Tu Youyou ist eine Pharmakologin und Forscherin aus der Region Zhejiang in China. Sie entdeckte das Artemisinin, den wichtigsten Wirkstoff der Pflanze Artemisia annua. Diese Entdeckung revolutionierte die Behandlung von Malaria. Für diese Entdeckung wurde Tu Youyou 2015 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet. Sie ist die zwölfte Frau, die diesen Preis erhält, sowie die erste Chinesin. Sie teilt sich den Preis mit den Wissenschaftlern William C. Campbell und Satoshi Omura, die auf dem Gebiet der Parasitenkrankheiten forschten.

Ausbildung und Karrierebeginn

Tu Youyou wurde in Ningbo, China, geboren. Sie erhielt 1955 ihr Diplom in Pharmazie von der Medizinischen Universität Peking und studierte anschliessend traditionelle chinesische Medizin. Diese vielfältige Ausbildung ermöglichte es ihr, altes und traditionelles Wissen mit Methoden der modernen Medizin an der Akademie für traditionelle chinesische Medizin zu verbinden, wo sie den grössten Teil ihrer Karriere verbrachte.

«Projekt 523» und die Suche nach einem Malariamittel

In den 1960er Jahren tobte der Vietnamkrieg, und die Malaria richtete verheerende Schäden unter den Soldaten in Südostasien an. Die chinesische Regierung startete daraufhin ein gross angelegtes Forschungsprogramm mit dem Namen «Projekt 523». Das Ziel: eine wirksame Behandlung gegen Malaria zu finden. Tu Youyou wurde zur Leiterin eines Forscherteams ernannt, das zahlreiche Heilmittel aus der traditionellen chinesischen Pharmakopöe untersuchte.

Die Forschung umfasste nicht weniger als 2000 traditionelle Rezepte und mehr als 600 Arzneipflanzen. Aber es war ein alter Text aus dem 4. Jahrhundert, der sie auf die richtige Spur brachte. Der Autor, Ge Hong (oder Zhichuan), ein Gelehrter aus der Jin-Dynastie, empfiehlt in einer medizinischen Abhandlung die Kalt-Extraktion von Artemisia annua zur Behandlung von Fieber. Nach zahlreichen Versuchen gelang es dem Forscherteam 1972, das Artemisinin zu isolieren. Dieses Molekül zeigte in Experimenten an Tieren und anschliessend an Menschen eine aussergewöhnliche Wirksamkeit gegen den Malariaparasiten.

Medizinischer Einfluss und wissenschaftliche Anerkennung

Heute ist Artemisinin die Grundlage vieler von der WHO empfohlener Behandlungen im Kampf gegen Malaria. Jedes Jahr werden Millionen von Menschen, insbesondere in tropischen Ländern, vor einem sicheren Tod bewahrt. Die Auszeichnung von Tu Youyou mit dem Nobelpreis für Medizin 2015 würdigt nicht nur ihre Entdeckung des Moleküls, sondern auch den Beitrag der traditionellen chinesischen Medizin zur modernen westlichen Medizin.

«Die diesjährigen Nobelpreisträger haben Therapien entwickelt, die die Behandlung einiger der verheerendsten Parasitenkrankheiten revolutioniert haben», betonte das Nobelkomitee.

Wissenschaftliches Erbe und Besonderheit

Tu Youyou ist die erste chinesische Wissenschaftlerin, die mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde. Die Kombination von Methoden und traditionellem Wissen mit moderner Wissenschaft in ihrer Forschung macht sie zu einer aussergewöhnlichen Forscherin mit einem vorbildlichen Werdegang. Sie beharrte in einem schwierigen wissenschaftlichen und politischen Umfeld und ebnete damit den Weg für neue Ansätze in der Erforschung pflanzlicher Arzneimittel. Sie zeigte auch, wie wichtig es ist, altes Wissen mit den Methoden der modernen Wissenschaft neu zu betrachten, um neue Behandlungen zu finden.

Schlussfolgerung

Artemisinin ist die wichtigste Entdeckung der Forscherin Tu Youyou, die es ermöglichte, Millionen von Menschen von Malaria zu heilen und ebenso viele Leben zu retten. Ihr Nobelpreis hat Methoden und eine Vision hervorgehoben, die gegen den Strom der modernen Wissenschaft schwammen, welche alte Behandlungen und Wissen oft ignoriert, um sich nur auf neue Techniken zu konzentrieren. Sie hat damit die Symbiose aufgezeigt, die zwischen moderner medizinischer Wissenschaft und alten medizinischen Traditionen bestehen kann.

 

Anmerkungen &

Referenzen

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Cultivée et conditionnée en Suisse.
Sans traitement phytosanitaire.

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Contrôle et traçabilité complets.
De la germination à la récolte.

Monk

Sélection variétale traditionnelle.
Semences bio de qualité supérieure.

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